 Erste
"Jesus-Party" des Rupelrather "On-Fire"-Teams und der Remscheider
"Jesus Freaks" war ein Erfolg
Groove und Gebet auf der "Get"-Bühne
(RP). Für einen Sonntagabend außergewöhnlich voll: Dieser
Eindruck drängte sich auf, als schon vor dem offiziellen Einlass um
19 Uhr der Parkplatz hinter dem Getaway aus allen Nähten zu platzen
schien. Eine große Traube von Jugendlichen drängelte sich um den
Eingang. Sie waren gespannt auf die neue Party Epoche, die an diesem
Abend im Get anbrechen sollte. Und noch etwas war anders: Es wurden
keine Euros über den Tresen geschoben und kein Personalausweis
vorgelegt.
Auch in der Disco erfahrbar
Drinnen schien erst mal alles wie immer. Musik aus der Konserve,
Get-Besucher auf der Tanzfläche, die ersten Biere wurden gezapft.
Doch auf einer großen Leinwand leuchten plötzlich markante Leitsätze
auf: Get Closer, Get the Word, Get 2 Know, Get Relaxed, Get Strong,
Get Ready, Get Power. Denn bei "Get holy" geht es um die Begegnung
mit Jesus, der nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Disco,
bei Musik und einem kühlen Bier erfahrbar sein soll.
Das Konzept von Wolfgang Arzt und Karsten Schmelzer, genannt
Storch, ging auf. Die Get-Pilger strömten nur so auf die Tanzfläche
und deckten sich mit Infomaterial vom Rupelrather "On-Fire"-Team und
den Jesus Freaks aus Remscheid ein. Die eingefleischten Jesus-Freaks
und gläubige Christen scheuten sich nicht, vor der Bühne hinzuknien
und ein Gebet zu sprechen.
Als die Band "Brot" die Bühne für sich einnahm, lauschten die
Jugendlichen gespannt den rockigen Klängen. Der Text flimmerte auf
der Leinwand auf, so dass jeder mitsingen konnte. Viele waren
erstaunt, dass auch punkige Musik die Message so gut überbringt.
Einige bewegten sich wie in Trance, die Hände zum Himmel erhoben.
Auch die beiden Freundinnen Tordis Baum und Daniela Pfeifer sind
eingefleischte Jesus-Freaks: "Für uns steht Gott im Vordergrund und
wir lieben die Gemeinde, die uns Jugendliche anspricht." Doch nicht
alle sind sich da so sicher. Markus Quambusch glaubt zwar an Gott -
"Ich bin Christ und will heute Abend sehen, was es mit den
Jesus-Freaks auf sich hat" -, doch sein Freund Torsten Kircher ist
eher skeptisch: "Ich bin mehr der Philosoph."
Stimmung mit "Brot"
Nachdem die Band "Brot" ihre Jünger in Stimmung versetzt hatte,
ging es weiter mit einem unkonventionellen Gottesdienst. Ein Pastor,
den man eher in einer Heavy-Metal-Band vermuten würde, zog die
Jugendlichen in seinen Bann: Kaum erhob "Storch" die Stimme, da
setzte sich das Publikum kurzerhand auf den Disco-Boden, um
zuzuhören. Der Gemeindeleiter der "Jesus Freaks" berichtete von
seinen eigenen Erfahrungen mit der Angst vor dem Tod.
Mit der Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern
die Party bei Gott dann erst richtig los geht, entließ "Storch" die
Besucher, von denen viele noch zur Disco blieben.
- Die nächsten Jesus-Parties im Getaway: 14. April und 9.
Juni.
leb |